Zwölf Monate – Zwölf Namen

Hochzeit von Ankie und Andrei Spitzer, Den Haag, Niederlande, 17. April 1971 © privat

50 Jahre Olympia-Attentat München

Oktober: ANDREI SPITZER

Der Terroranschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München jährt sich 2022 zum 50. Mal: In Erinnerung an die zwölf Getöteten, widmen sich Institutionen aus München und Fürstenfeldbruck jeden Monat einem Opfer, seinem Leben und seinem Schicksal.

Fechtturnier und Bayerisch-Israelische Jugendbegegnung

Im Rahmen des Erinnerungsprojekts „Zwölf Monate – Zwölf Namen“ kommt es im Oktober in Gedenken an den ermordeten Fechttrainer Andrei Spitzer zu einer Bayerisch-Israelischen Jugendbegegnung:
Zwölf Israelische Fechter_innen vom „Maccabi Jerusalem Fencing Club“, im Alter von 14-18 Jahren, kommen Mitte Oktober für fünf Tage nach München. Sie werden hier mit Bayerischen Fechter_innen trainieren und am 23. Oktober 2022 am Gedenkturnier für Andrei Spitzer teilnehmen. Dieser setzte sich über Jahre intensiv für die Förderung junger Sportler_innen ein und reiste durch ganz Israel, um Kinder und Jugendliche für seine Leidenschaft – das Fechten – zu begeistern. Mit dem Gedenkturnier soll ein Zeichen des Erinnerns aus dem Fechtsport heraus gesetzt werden. Neben dem sportlichen Aspekt, werden in den fünf Tagen im Rahmen eines Bildungsprogramms zudem Informationen zur Geschichte des Olympia-Attentats und der Bedeutung des Erinnerns vermittelt. Hierzu wird es auch eine Zusammenarbeit mit Münchner Gymnasien geben.

Interessierte sind herzlich eingeladen, das Turnier als Zuschauende zu begleiten. Der Kauf eines Tickets oder eine Anmeldung sind dazu nicht notwendig.

Erinnerungsprojekt:
Zwölf Monate – Zwölf Namen
50 Jahre Olympia-Attentat München

50 Jahre nach den Olympischen Spielen in München wird 2022 ganzjährig an die Opfer des Olympia-Attentats 1972 erinnert. Jedem Getöteten wird ein Monat und eine andere Form des Gedenkens gewidmet. Diese Gedenkbeiträge finden jeweils an einem anderen Ort statt und werden von unterschiedlichen Kultur- und Bildungseinrichtungen wie dem Historischen Verein Fürstenfeldbruck e.V., dem Deutschen Theater, dem Polizeipräsidium München und weiteren Kooperationspartner_innen umgesetzt. Dabei reicht die Bandbreite von Kunstinstallationen über Gedenkturniere bis hin zu Schulklassenprojekten.

Konzipiert und koordiniert wird das Erinnerungsprojekt vom Jüdischen Museum München in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel.
Das Jüdische Museum München begleitet das Erinnerungsprojekt zudem auf seinem Blog und auf seinen Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #OlympiaAttentat72.

Eintritt
frei

Veranstaltungsort
Sportzentrum Häberlstraße, Häberlstraße 11b, 80337 München

Veranstalter
Eine Veranstaltung der Initiative Schulterschluss und dem Bayerischen Fechterverband unterstützt vom Bayerischen Jugendring, dem Sportreferat der Stadt Jerusalem und dem Generalkonsulat des Staates Israel in München.