Vorschau

AB OKTOBER 2021 | EBENE 1

MAX FRANKENBURGER (1860—1943)
Fahrradpionier und Privatgelehrter

Eine Ausstellung im Studienraum des Jüdischen Museums München

Max Frankenburger, Sohn eines jüdischen Religionslehrers aus Mittelfranken und begeisterter Radfahrer, war 1888 Mitbegründer der "Victoria Fahrradwerke" in Nürnberg, die sich zu einer der größten einschlägigen Fabriken in Deutschland entwickelte. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft um 1900 zog sich Frankenburger aus dem operativen Geschäft zurück und übersiedelte nach München, um sich hier seiner zweiten Leidenschaft zu widmen: Der Erforschung der Goldschmiedekunst. Neben zahlreichen anderen Veröffentlichungen zählt vor allem sein 1909 erschienenes Buch "Die Alt-Münchner Goldschmiede und ihre Kunst" noch heute zu einem wichtigen Standardwerk. Über Leben und Sterben des Verfassers, der 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde, war bisher hingegen wenig bekannt.

Emailwerbeschild der Victoria-Fahrrad-Werke, um 1898. Foto: Franz Kimmel, Jüdisches Museum München.
Emailwerbeschild der Victoria-Fahrrad-Werke, um 1898. Foto: Franz Kimmel, Jüdisches Museum München.

16. NOVEMBER – 15. DEZEMBER 2021 | FOYER

KAUNAS 1941

Eine Fotoinstallation von Rainer Viertlböck

Seit 2016 hat der vielfach ausgezeichnete Fotograf Rainer Viertlböck es sich zur Aufgabe gemacht, unter dem Werktitel „Strukturen der Vernichtung“ sämtliche Konzentrationslager sowie deren Außenlager und viele Erschießungsstätten mit seiner Kamera festzuhalten. Die Bilder vermitteln eindrücklich den Umfang des nationalsozialistischen Lager- und Vernichtungssystems.
In einer Installation im Foyer des Jüdischen Museums München zeigt Viertlböck nun zwei beeindruckende Werke über das „Fort IX“ in Kaunas.
 

Kaunas 1941. Eine Fotoinstallation von Rainer Viertlböck. Foto: Rainer Viertlböck, www.tangential.de
Kaunas 1941. Eine Fotoinstallation von Rainer Viertlböck. Foto: Rainer Viertlböck
Ein Museum der Landeshauptstadt München