Zwölf Monate – Zwölf Namen

Andrei Spitzer mit seiner kleinen Tochter Anouk, 1972, Foto: © privat

50 Jahre Olympia-Attentat München

Oktober: ANDREI SPITZER

Der Terroranschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München jährt sich 2022 zum 50. Mal: In Erinnerung an die zwölf Getöteten, widmen sich Institutionen aus München und Fürstenfeldbruck jeden Monat einem Opfer, seinem Leben und seinem Schicksal.

Schüler_innen erinnern!

Fünf Schulklassen und Jugendgruppen haben sich die Frage gestellt: Wie wollen wir an das Olympia-Attentat 1972 erinnern? Über ein halbes Jahr haben sie ihre Projekte zum israelischen Fechttrainer von 1972, Andrei Spitzer, erarbeitet. Das Ergebnis ist eindeutig: Jede Gruppe hat ihre ganz eigene Form der Erinnerung gefunden. Das Theresien-Gymnasium Ansbach hat ein Sportfest veranstaltet und stellt ein Social Media-Projekt auf die Beine. Im Beruflichen Schulzentrum am Münchner Elisabethplatz wird einen Gedenkbaum gebaut. Lebensgroße Figuren eines Fechters hingegen gestaltet eine Gruppe des Klenze-Gymnasiums München, um ihrer Auseinandersetzung Ausdruck zu verleihen. Schüler_innen der Münchner Maria-Ward-Realschule werden für ihre Installation künstlerisch und sportlich aktiv.  Und mehrere Fechter_innen des Vereins Kunst Turnen Fechten e.V. in München erinnern in einer Fechtperformance an Andrei Spitzer.

Die Projekte werden während der „Langen Nacht der Münchner Museen“ präsentiert und sind danach noch bis zum 30. Oktober 2022 im Jüdischen Museum München zu sehen.

Erinnerungsprojekt:
Zwölf Monate – Zwölf Namen
50 Jahre Olympia-Attentat München

50 Jahre nach den Olympischen Spielen in München wird 2022 ganzjährig an die Opfer des Olympia-Attentats 1972 erinnert. Jedem Getöteten wird ein Monat und eine andere Form des Gedenkens gewidmet. Diese Gedenkbeiträge finden jeweils an einem anderen Ort statt und werden von unterschiedlichen Kultur- und Bildungseinrichtungen wie dem Historischen Verein Fürstenfeldbruck e.V., dem Deutschen Theater, dem Polizeipräsidium München und weiteren Kooperationspartner_innen umgesetzt. Dabei reicht die Bandbreite von Kunstinstallationen über Gedenkturniere bis hin zu Schulklassenprojekten.

Konzipiert und koordiniert wird das Erinnerungsprojekt vom Jüdischen Museum München in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel.
Das Jüdische Museum München begleitet das Erinnerungsprojekt zudem auf seinem Blog und auf seinen Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #OlympiaAttentat72.

 

Eintritt
Lange Nacht der Münchner Museen: 15 Euro, ansonsten frei

Veranstaltungsort
Jüdisches Museum München

Veranstalter
Jüdisches Museum München in Kooperation mit bayerischen Schulklassen und Jugendgruppen