90 Jahre Synagoge Reichenbachstraße ―

Synagoge in der Reichenbachstraße 27, Zeichnung: Christoph Sattler

Das historische Baudenkmal wird saniert

Baustellenbesichtigung in der Synagoge Reichenbachstraße

Im Hinterhof der Reichenbachstraße 27 befindet sich ein historisches Baudenkmal: Die Synagoge Reichenbachstraße. Ein imposanter Bau, der den Ideen der „Neuen Sachlichkeit“ verpflichtet ist und vom Architekten Gustav Meyerstein 1931 für die meist osteuropäischen Zugewanderten der umliegenden Isarvorstadt errichtet wurde. Während des Novemberpogroms 1938 verwüsteten Nationalsozialisten auch diese Synagoge. Nach 1947 konnte die Jüdische Gemeinde, die zu dem Zeitpunkt aus Überlebenden der Schoa - meist aus Osteuropa - bestand, die Synagoge wieder einweihen, und sie blieb bis 2006 die Hauptsynagoge der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. 2013 ergriff Rachel Salamander die Initiative zur Sanierung der Synagoge und gründete gemeinsam mit Ron C. Jakubowicz den Verein „Synagoge Reichenbachstraße e.V.“. Seither setzt sich der Verein für die Wiederherstellung der Synagoge in ihren originären Zustand von 1931 ein. Die interessierte Öffentlichkeit hat nun die Gelegenheit, ab dem 13.10.2021 für einige Wochen die derzeit im Umbau befindliche Synagoge zu besichtigen. Dort gibt eine Audio- und Filminstallation Auskunft über die Bau- und Stadtteilgeschichte, kombiniert mit persönlichen Erinnerungen.

Die Zahl der Teilnehmer_innen ist aufgrund der aktuellen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beschränkt.

Die Länge des Rundgangs beläuft sich auf 60 Minuten.

Haben Sie Fragen? Gern stehen wir Ihnen telefonisch unter +49 89 233 29402 zu den üblichen Bürozeiten oder via E-Mail zur Verfügung.

Eintritt
frei

Veranstaltungsort
Reichenbachstraße 27, 80469 München; Treffpunkt im Foyer des Jüdischen Museums München, St.-Jakobs-Platz 16, 15 Minuten vor Rundgangsbeginn. Der Fußweg vom Museum zur Synagoge beträgt 500 Meter. Der Zugang zur Baustelle ist nicht barrierefrei.

Veranstalter
Eine temporäre Installation des Vereins „Synagoge Reichenbachstraße e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Jüdischen Museum München.

Ein Museum der Landeshauptstadt München