Zwölf Monate – Zwölf Namen

Mark Slavin (1954-1972) bei der Eröffnungsfeier der XX. Olympischen Spiele in München am 26.8.1972, Foto: © privat

50 Jahre Olympia-Attentat München

September: MARK SLAVIN

Der Terroranschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München jährt sich 2022 zum 50. Mal: In Erinnerung an die zwölf Getöteten, widmen sich Institutionen aus München und Fürstenfeldbruck jeden Monat einem Opfer, seinem Leben und seinem Schicksal.

Museum und Stadt Fürstenfeldbruck erinnern im September an den Ringer Mark Slavin. Eine Lichtinstallation und eine Informationsstele zu Mark Slavin vor dem Museum nehmen Bezug auf die Ausstellung „Olympia 1972“, die vom 29. Juli bis 23. Oktober 2022 im Museum/Kunsthaus Fürstenfeldbruck zu sehen ist.
Mark Slavins größter Traum war es, Israel als Sportler bei den Olympischen Spielen in München vertreten zu dürfen. Er wuchs im sowjetrussischen Minsk auf und wurde mit 17 Jahren jüngster russischer Champion im griechisch-römischen Ringkampf. Aufgrund zunehmender antisemitischer Repressalien wanderte er im Mai 1972 nach Israel aus, wo er binnen weniger Wochen zur israelischen Olympiahoffnung wurde. Der 18jährige Ringer fieberte auf sein Olympiadebut hin, das für Dienstag, den 5. September 1972 angesetzt war. In den frühen Morgenstunden dieses Tages wurde Mark Slavin beim gescheiterten Versuch, die israelischen Geiseln auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zu befreien, von den palästinensischen Attentätern erschossen.

Erinnerungsprojekt:
Zwölf Monate – Zwölf Namen
50 Jahre Olympia-Attentat München

50 Jahre nach den Olympischen Spielen in München soll 2022 ganzjährig an das Olympia-Attentat am 5.-6. September 1972 erinnert werden. Jeden Monat steht dabei ein Opfer im Mittelpunkt des Gedenkens. Es sind verschiedene Interventionen im öffentlichen Raum geplant, von Installationen, die den ganzen Monat über zu sehen sein werden bis hin zu eintägigen Aktionen.

Konzipiert und koordiniert wird das Erinnerungsprojekt vom Jüdischen Museum München in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel. Die Umsetzung erfolgt mit Kooperationspartnern wie dem Amerikahaus, dem Landkreis Fürstenfeldbruck, dem Deutschen Theater, der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Polizei und dem Polizeipräsidium München sowie weiteren Kultur- und Bildungseinrichtungen und anderen Interessierten.

Das Jüdische Museum München begleitet das Erinnerungsprojekt auf seinem Blog und auf seinen Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #OlympiaAttentat72

 

Eintritt
frei

Veranstaltungsort
Museum Fürstenfeldbruck, Fürstenfeld 6b, 82256 Fürstenfeldbruck

Veranstalter
Museum und Stadt Fürstenfeldbruck