Spitzenhaus Rosa Klauber

Das Spitzenhaus Rosa Klauber in der Theatinerstraße 35, um 1922. Foto: Franz Kimmel © Jüdisches Museum München

Vortrag von Lara Theobalt im Haus des Deutschen Ostens

Rosa Klauber (1820-1901), Spitzenhändlerin aus Böhmen, gelang Ende des 19. Jahrhunderts der Aufstieg von der „Judenreihe“ auf der Auer Dult ins Münchner Bürgertum. Ihr Spitzenhaus in der Theatinerstraße 35 gehörte als Königlich Bayerischer Hoflieferant zu den ersten Adressen für Innenausstattung und Wäsche in München. In den 1920er Jahren eröffneten ihre Enkel eine hochmoderne Wäschefabrik und exportierten „Klauber-Wäsche“ bis in die USA. 1938 wurde das Unternehmen „arisiert“ und die Familie Klauber musste aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus dem nationalsozialistischen Deutschland fliehen.

Anlässlich einer Studienraumausstellung hat das Jüdische Museum München zahlreiche Dokumente und Fotos zur Firmen- und Familiengeschichte zusammengetragen. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Oktober 2021 zu sehen. Der Vortrag folgt der Geschichte der Familie Klauber von Böhmen über München bis nach New York.

Lara Theobalt (geb. 1993) studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Von 2018 bis 2021 war sie wissenschaftliche Volontärin am Jüdischen Museum München, wo sie u.a. an der Edition der Briefe Kurt Landauers mitarbeitete und die Studienraumausstellung „Spitzenhaus Rosa Klauber“ kuratierte.

Anmeldung:
poststellehdo.bayernde
Tel. +49 89 4499930

Eintritt
frei

Veranstaltungsort
Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Veranstalter
Eine Veranstaltung des Haus des Deutschen Ostens in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München

Ein Museum der Landeshauptstadt München